
Hast du gegessen? Dann spül deinen Teller.
Chao-chou
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Hast du gegessen? Dann spül deinen Teller.
Chao-chou


Dass etwas keinen Nutzen hat: Was braucht man sich darüber zu bekümmern!
Zhuangzi, Das wahre Buch vom südlichen Blütenland

Die Ursachen des Leidens: ein falsches Verständnis der Wirklichkeit, Egozentrismus, Anhaften, Ablehnen, Angst vor dem Tod.
Patanjali, Yoga-Sutra 2.3

Das reine Land,
wo man in Frieden verkehrt,
ist hier und jetzt,
es ist weder an einem fernen Ort
noch in der Vergangenheit oder Zukunft.
Bankei

Ruhe, Gelassenheit, Abwesenheit, Leere und Nicht-tun; das ist das Gleichgewicht von Himmel und Erde.
Zhuangzi, Das wahre Buch vom südlichen Blütenland

Der Stickstoff in unserer DNS, das Kalzium in unseren Zähnen, das Eisen in unserem Blut, der Kohlenstoff in unserem Apfelstrudel — sie alle sind im Innern von explodierenden Sternen entstanden. Der Kosmos ist in uns. Wir sind alle Sternenstaub.
Carl Sagan, Cosmos

Den Weg studieren heißt, sich selbst studieren.
Sich selbst studieren heißt, sich selbst vergessen.
Sich selbst vergessen heißt, eins werden mit den Zehntausend Dingen.
Dogen, Genjokoan

Was sollte fehlen an diesem Augenblick?
Dieser Ort ist das Lotus-Land,
Dieser Geist ist der befreite Geist.
Hakuin

Jedes Wesen trägt die ganze Welt in sich. So kommt es, dass Alles überall ist. Ein jedes ist in Allem und Alles ist in einem jeden.
Plotin

Caritas abundat in omnia,
de imis excellentissima super sidera,
atque amantissima in omnia,
quia summo Regi osculum pacis dedit.
Hildegard von Bingen
(mehr …)
Wir sind, was wir denken.
Was wir sind, entsteht mit unseren Gedanken.
Dhammapada
(n. Übers. v. T. Byrom)

Wehe, wie tief hinab sank in den Abgrund
Dein umdüsterter Geist, blind für das eigne
Licht, und in dunkle Nacht will er sich senken,
Wenn, von des Lebens Sturm mächtig entfesselt,
Ins Unendliche wächst nagende Sorge?!
Du, dem der Himmel einst offen erstrahlte!
Der durch den Äther frei pflegte zu schweifen!

— Nein, sagte Abend, als sie aus dem Buchcafé traten. Ich schreibe nicht mehr.
Sie spähten die dunkle Straße hinunter, jeder wartete auf seinen Uber.
— Schon lange nicht mehr. Schau doch: Alle schreiben, keiner hat etwas zu sagen. Ich schweige lieber. Mein Schweigen ist mein Schreiben.
— Aber du schreibst doch schon, sagte Tag.
Wortlos drehte sich Abend um und ging hinaus in die Nacht.

Ja, Schnecke,
besteig den Popo!
Aber langsam, langsam!
nach Kobayashi Issa

Die Zersplitterung. Reisen und Ortswechsel sind nicht fördernd.
I Ging

Das meint die himmlische Stimme mit den drei Silben »Da«, »Da«, »Da«: »Schult euren Geist«, »seid großzügig« und »übt euch in Mitgefühl«.
Brihadaranyaka Upanishad, V.2.3

Gott ist an allen Orten, und an jedem Ort ist Gott ganz. Das will so viel sagen, dass alle Orte ein Ort Gottes sind.
Meister Eckhard

Schaffe Leere bis zum Höchsten!
Wahre die Stille bis zum Völligsten!
Alle Dinge mögen sich dann zugleich erheben.
Ich schaue, wie sie sich wenden.
Die Dinge in all ihrer Menge,
ein jedes kehrt zurück zu seiner Wurzel.

Und das ist die edle Wahrheit vom Leiden: Geburt ist Leiden; Alter ist Leiden; Krankheit ist Leiden; Tod ist Leiden; mit Ungeliebtem vereint sein ist Leiden; von Geliebtem getrennt sein ist Leiden; nicht bekommen, was man wünscht, ist Leiden.
Dhammacakkappavattana-Sutta



Magnificat anima mea Dominum, et exsultavit spiritus meus in Deo salutari meo. Quia respexit humilitatem ancillae suae. Ecce enim ex hoc beatam me dicent omnes generationes. Quia fecit mihi magna, qui potens est, et sanctum nomen eius.
Lk 1,46–49
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