
Schaffe Leere bis zum Höchsten!
Wahre die Stille bis zum Völligsten!
Alle Dinge mögen sich dann zugleich erheben.
Ich schaue, wie sie sich wenden.
Die Dinge in all ihrer Menge,
ein jedes kehrt zurück zu seiner Wurzel.
eine galerie


Schaffe Leere bis zum Höchsten!
Wahre die Stille bis zum Völligsten!
Alle Dinge mögen sich dann zugleich erheben.
Ich schaue, wie sie sich wenden.
Die Dinge in all ihrer Menge,
ein jedes kehrt zurück zu seiner Wurzel.

Und das ist die edle Wahrheit vom Leiden: Geburt ist Leiden; Alter ist Leiden; Krankheit ist Leiden; Tod ist Leiden; mit Ungeliebtem vereint sein ist Leiden; von Geliebtem getrennt sein ist Leiden; nicht bekommen, was man wünscht, ist Leiden.
Dhammacakkappavattana-Sutta



Magnificat anima mea Dominum, et exsultavit spiritus meus in Deo salutari meo. Quia respexit humilitatem ancillae suae. Ecce enim ex hoc beatam me dicent omnes generationes. Quia fecit mihi magna, qui potens est, et sanctum nomen eius.
Lk 1,46–49

Die Dharmas durchdringen einander wie ein Netz aus himmlischen Juwelen, das sich unendlich weit in alle Richtungen erstreckt. […] Dieses Netz aus himmlischen Juwelen wird Indras Netz genannt. Die Juwelen sind so klar, dass sie sich bis ins Unendliche ineinander spiegeln und ineinander übergehen. In jedem Juwel spiegelt sich das ganze Netz. Nichts kommt und nichts geht.
Dushun

Wir legen die Hände aneinander, verneigen uns und kehren dahin zurück, wo wir immer schon waren.
Sokei-an

Glaub bloß net, weil de owe am Berch lebst, bisde frei!
Es geht doch kenn Daach net römm ohne Ärcher:
Aale Weiwer klaue mer die Kwetsche vom Baam,
Buwe schäüche mer ihr Zieche durch’n Gadde,
Die Schnegge und Würm fresse mer’s Gmüs zamm,
Und die Säü und Mäüs de Mais.
Es geht halt allwei net nur nach deim Kopp!
Drömm guck ich ewe in mir selwer – buda sonst?
Shiwu
(nach Übers. v. Red Pine)

Und plötzlich ist der Mai da. Die Zikaden singen täglich lauter und die Hitze wird immer unerträglicher. Morgens schießt die Sonne an den Zenit, von wo aus sie den ganzen Tag lang erbarmungslos herunterbrennt. Gegen Ende des Monats kommt zu der Hitze auch noch die Schwüle hinzu, ab Mittag legt sich ein Dunstschleier wie eine Heizdecke auf das Dorf.

Als der Regen ausblieb, nahm die Katastrophe ihren Lauf. Historiker sprechen von einem „Hungerjahr“. Es begann mit einem ungewöhnlich heißen April [1785]. Ende Mai war noch immer kein Wölkchen am Himmel zu sehen. In ihrer Verzweiflung hielten die Menschen Marienprozessionen ab, um die Muttergottes um Regen zu bitten.

Bruder Matthew sperrte also die Tür hinter mir zu, und ich war umschlossen von den vier Wänden meiner neuen Freiheit.
Thomas Merton, The Seven Storey Mountain, 4.II

… wie ein verglühender Stern, ein Flimmern in der Luft, die Flamme einer Kerze, ein Tautropfen auf einem Blatt, eine Luftblase im Wasser, ein Traumbild, ein Blitz in der Nacht, eine Wolke am Himmel.
Diamantsutra, 32

Weil es nichts zu tun und nichts zu erreichen gibt, leben Bodhisattvas die vollkommene Weisheit, und ihr Geist ist unbeschwert und frei von Angst.
nach: Herzsutra

Zhuangzi und Huizi gingen über die Brücke des Hao, als Zhuangzi sagte:
»Schau, wie lustig die Forellen da aus dem Wasser schießen. Das ist das Glück der Fische!«





Dem Geborenen ist der Tod so gewiss wie dem Gestorbenen die Geburt – trauere nicht um das Unvermeidliche.
Bhagavad Gita 2.27

Wenn sie euch fragen, wo hat der Erleuchtete während der Regenzeit sein Zuhause, dann sagt ihnen, während der Regenzeit hat der Erleuchtete sein Zuhause in der achtsamen Betrachtung seines Atems.
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